Zu viele Kanäle

Seit dem Frühjahr nutze ich Twitter und kommuniziere fleißig damit. Ich unterhalte mich in meiner Timeline, gelegentlich auch mit zwei Leuten gleichzeitig. Ich nutze die DM-Funktion und führe nebenbei dort noch eine Unterhaltung – oder auch zwei.
Dann wurde ich überzeugt, mir doch ein Mail-Konto bei Google zuzulegen. Das habe ich getan und festgestellt, daß man dort mit seinem Mail-Partner chatten kann. Und zwar nicht nur mit einem, sondern mit mehreren gleichzeitig, wenn man das will. Auch diese Funktion nutze ich jeden Abend. Parallel zum Twittern versteht sich.
Dann erzählte jemand etwas von Ping. Damit lassen sich kostenfrei SMS (und neuerdings auch Fotos)  von iPhone zu iPhone senden. Und man kann damit prima auch Konversationen im 140-Zeichen-Modus führen. Da Twitter und Google-Chat auf dem Laptop laufen, kann ich vom iPhone aus also noch problemlos nebenbei pingen.
Dumm nur, wenn dann tatsächlich noch jemand auf die Idee kommt, mich ganz normal anzurufen.
Neulich war es soweit: getwittert, dazu 4 Chats parallel, eine Konversation in Ping und meine Freundin am Telefon. Mal abgesehen davon, daß ich mich keinem richtig widmen konnte, macht ein derartiges Wirrwarr auch keinen Spaß mehr und es artet in Stress aus. Es ist zwar schön, wenn es mehrere Möglichkeiten der Fernkommunikation gibt, aber ich werde mich da in irgendeiner Form beschränken müssen.
Aber was mache ich, wenn ich angepiept, angepingt oder was auch immer werde. Ignorieren? Ein kurzes „gerade keine Zeit“ antworten? Ich denke noch darüber nach.

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3 Antworten to “Zu viele Kanäle”

  1. Markus Says:

    Hi Muli (hab mich an die Anrede gewöhnt…)
    man kann sich auch selber richtig Stress machen, wenn man auf jede Plattform aufspringt, die es gibt. Denn zu den jetzigen Kanälen kommen dann noch andere dazu und dann ist’s kein Spaß mehr, sondern Stress.
    Spätestens wenn man sich verpflichtet fühlt und von Antwort zu Antwort springt, ist doch der eigentliche Sinn längst weg: Es soll Spaß machen und ein wenig Entspannung in den Tag bringen oder nicht?!
    So seh ich’s zumindest.
    lg Markus

  2. martin Says:

    Man kann auch phasenweise mal in einzelnen Diensten offline bleiben, wenn es einem zuviel wird. Und auf jeden Quatsch sofort antworten muß man eigentlich auch nicht; das ist leider der größte Rückschritt, den Instant Messaging gegenüber E-Mail gebracht hat. Ansonsten ist „Keine Zeit“ doch, wenn’s stimmt, eine vollkommen legitime Aussage.

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