Buzz

Es sah erst nach einem netten neuen Spielzeug aus           
Bis ich entdeckt habe, daß serienmäßig alle meine Chat-Kontakte für jeden Nutzer von Google-Mail sichtbar wurden. Das läßt sich zwar abstellen und stellt für mich persönlich auch kein Problem dar, aber das ist sicher nicht bei allen so. Und vor allem stört mich die grundsätzliche Einstellung dahinter. Ich muß entscheiden können, was ich freigebe und nicht, was ich nicht jedem auf die Nase binden will.
Buzz hat einige nette Elemente, wie zum Beispiel die direkte Kommentarfunktion. Daraus können sich schöne Dialoge entwickeln oder richtige Diskussionen, sofern sich mehrere Leute beteiligen. Das hat mit richtig gut gefallen.
Seltsam finde ich dagegen diesen „gefällt-mir-Button“, der wohl von Facebook abgeguckt wurde und deren Sinn sich mir nicht so recht erschließt.
Ziemlich schwierig ist das Finden von neuen Posts. Ich bekomme zwar angezeigt, daß was passiert ist – aber was und wo? Es kann ein neuer Post sein oder auch ein Kommentar zu einem meiner Posts von vor zwei Stunden. Der entsprechende Buzz rutscht zwar in der Zeitlinie wieder nach oben, aber ich muß erst einmal suchen, da keine optische Markierung erfolgt.
Buzz kann ich mit einigen anderen Webseiten (wie Twitter, Picasa oder Google-Reader) verknüpfen und damit füttern. Das bläht aber mein Konto ziemlich schnell auf, vor allem, wenn ich den Reader hinzunehme. In dem Fall werden alle Blogartikel, die ich abonniert habe, bei Buzz in voller Länge veröffentlich. Das ist dann doch des Guten zuviel und ich habe es gleich wieder entfernt.
Interessant dagegen die mobile Variante, bei der ich zwar keine Links und Fotos hinzufügen kann (zumindest habe ich da nichts gefunden), aber ich kann meinen Standort mit angeben. Das gefällt natürlich auch wieder nicht jedem, läßt sich aber steuern. In dem Zusammenhang wieder erstaunlich, daß ich ähnlich wie bei einigen Twitter-Clients, auch Leute in meiner Umgebung orten kann, die Buzz benutzen. Und das auch, wenn ich ihnen nicht folge.
Als sehr störend habe ich empfunden, daß bei jeder Aktivität eine Mail ankommt. Mein iPhone hat den ganzen Tag gebrummt. Das läßt sich wohl in Buzz direkt nicht abstellen, aber über Google-Mail wegfiltern. Dazu muß man sich aber schon vorher etwas mit dem Mail-Programm beschäftigt haben. Ich bin sicher, einem Anfänger gelingt das ohne Anleitung nicht.
Ich habe Buzz inzwischen wieder deaktiviert, weil ich für mich persönlich keinen Nutzen erkennen kann. Mit den mir bekannten Google-Kontakten tausche ich schon in anderer Art und Weise Informationen aus. Und zum Knüpfen neuer Kontakte erscheint mir das Medium bisher nicht so geeignet. Dazu ist der Strom zu ungeordnet und vor allem zu mächtig. Davon abgesehen, habe ich daran derzeit kein Interesse. Ich werde sicher aus Neugier noch ab und zu einen Blick hineinwerfen. Ansonsten sagt mir bitte Bescheid, wenn sich was Interessantes tut.

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2 Antworten to “Buzz”

  1. Erik Says:

    So ging’s mir auch. Ich nutze meine Gmail-Account gerne und häufig und fand den einen oder anderen Ansatz von Buzz recht interessant, wie z.B. die Kommentarfunktion.

    Was mit nicht gefällt ist, dass die mobile Funktion bei weiten noch nicht an einen Twitter- oder Facebook-Client heranreicht – was noch kommen mag.

    Mein Hauptproblem ist aber, dass ich keinen zusätzliches Netzwerk mehr pflegen mag. Ich hab ein Blog, einen Facebook und Twitter-Account – und das reicht mir.

    Ich werde Buzz weiter beobachten und wenn dessen Funktionalität es mir und der kritischen Masse an Nutzern erlaubt, dafür Facebook zu vernachlässigen wird vielleicht später noch ein Schuh draus.

  2. ichhebgleichab Says:

    Danke für Deine Meinung zu dem Thema.
    Inzwischen habe ich bei enhesse.blogspot.com gelesen, daß sich mobil Fotos posten lassen durch Senden an buzz@gmail.com. Finde ich etwas umständlich und läßt vermutlich auch keinen damit verbundenen Kommentar zu. Das ist zwar bei fb und posterous ähnlich gelöst, gefällt mir aber auch da nicht besonders.

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