Voller Erfolg und ein undankbarer Gast

Die Kollegen der Betriebssportgemeinschaft haben auch dieses Jahr wieder ein Firmen- und Behörden-Turnier für Fußball organisiert. Ehrenamtlich, ohne finanziellen Zuschuß vom Arbeitgeber oder Anrechnung auf die Arbeitszeit.
Dieses Jahr waren 15 Kleinmannschaften angemeldet, fast alle aus Konstanz und für das internationale Flair eine Mannschaft aus dem Kanton Thurgau und eine Mannschaft aus Bregenz. Das bedeutet mindestens 100 Spieler, dazu deren Anhang und noch weitere Gäste.
Wer einmal an der Organisation eines solchen Events beteiligt war, weiß es, der Rest ahnt es: damit ist eine Menge Zeit und Arbeit verbunden, sowohl im Vorfeld, als auch am Tag selber. Als freiwillige Helfer für die Essens- und Getränkeausgabe gesucht wurden, habe ich mich deshalb auch gemeldet. Schon ahnend, daß es dabei nicht bleiben wird. Und so war es auch: am Samstagmorgen um 7:45 Uhr auf dem Sportplatz zum Aufbauen: jede Menge Biertische und -bänke, Sonnenschirme, ein großes Partyzelt, dazu Kühlschränke befüllen, Theke mit Alufolie verschönern, den von weiteren Kollegen gebackenen Kuchen aufbauen etc. Und natürlich mußte einer noch mal los, um ein paar Sachen zu holen: weitere Kabeltrommel, Tortenheber, Flaschenöffner, Müllsäcke… Aber das ist ja immer so und war schon einkalkuliert 🙂
Wir waren rechtzeitig startklar, mußten aber wegen Krankheit mit zwei Helfern weniger auskommen. Dazu paßte dann auch, daß der Schneider für die Currywurst gleich zu Anfang den Geist aufgegeben hat und ich zur Verstärkung in die Grillbude zum Schneiden mit dem Messer bin (ich hab mindestens 80 Würste zerkleinert, jetzt bin ich fit). Gottseidank ist eine Abteilungsleiterin, die eigentlich mit ihrem Kind nur zum Zusehen dort war, über Mittag für mich an der Essens- und Getränkeausgabe eingesprungen. Da ging es zeitweise ziemlich hektisch zu. Und wir hatten natürlich nicht immer sofort gerade das parat, was bestellt wurde. Bei den Pommes hat es am meisten gehakt, weil wir die zweite Fritteuse nicht anschließen konnten. Aber gut, mußten zwischendurch mal welche warten. War für niemanden ein Problem, wir sind schließlich keine Profis und hatten auch nur ganz kleine Preise. Umso mehr hat es mich geärgert, daß ein Spieler seine Currywurst/Pommes zurückgegeben hat: die wären jetzt kalt. Er hätte sie zusammen mit dem Steak und Kartoffelsalat haben wollen, damit er gleichzeitig zusammen mit seiner Freundin essen könne. Bitte?? Wir sind doch keine Gastwirtschaft! Das fand ich unverschämt. Aber sonst waren alle sehr zufrieden mit uns.
Leider hatte ich kaum Zeit, unsere Spieler anzufeuern. Vermutlich haben sie deshalb nicht einmal das Halbfinale erreicht 😉
Aber dafür hat das Wetter ganz gut mitgespielt. Erst nach der Siegerehrung kam der große Regen. Das war etwas blöd für das Abbauen, vor allem wegen des Partyzeltes. Aber auch das haben wir hinbekommen und ich habe mir auch nur ein ganz kleines Bißchen den Finger beim Zusammenklappen einer Bierbank geklemmt.
Es hat Spaß gemacht, aber war doch ein langer Tag und ich war abends ziemlich geschafft. Trotzdem bin ich nächstes Jahr wieder dabei. Und übernehme vielleicht freiwillig im Vorfeld die Organisation und Einteilung der Hilfskräfte. Mehr Leute, dafür mit Zeitfenster, das sollte funktionieren.

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