Pause auch beim Bahnfahren

Seit einigen Monaten fahre ich regelmäßig alle 2 bis 3 Wochen über’s Wochenende von Konstanz nach Hannover. Freitag-Mittag oder am Nachmittag vom Büro aus in den Seehas, Umsteigen in Singen in die Schwarzwaldbahn und dann in Baden-Baden in den ICE. Wenn alles klappt, ist das eine angenehme Verbindung. Die Umsteigezeit in Singen reicht aus, um mich noch mit Proviant einzudecken und eine Zeitschrift zu kaufen. Die Umsteigezeit in Baden-Baden genügt auch noch bei kleineren Verspätungen. Eine Reservierung brauche ich normalerweise nicht. Erstaunlicherweise sind Freitagabend nicht so viele Menschen im Zug unterwegs, wie ich immer dachte.
Am Sonntag von Hannover aus zurück sieht es da schon anders aus. Das liegt möglicherweise auch am etwas reduzierten Fahrplan. Vor allem weniger ICEs sind auf der Strecke unterwegs, das bedeutet für mich dann mindestens eine Stunde länger. In letzter Zeit fahre ich schon mittags, statt erst nachmittags, da ist es noch schlimmer mit der Überfüllung. Daher werde ich in Zukunft um eine Reservierung nicht mehr herumkommen und mich schon vorher auf eine Uhrzeit festlegen müssen.
Vor zwei Wochen bin ich das erste mal um 13:41 Uhr gefahren. Das bedeutet eine gute Stunde Aufenthalt in Karlsruhe. Erst hatte ich gezögert, aber dann fiel mir ein, daß ich schon öfter mal eine oder sogar zwei Stunden Aufenthalt in Stuttgart hatte und das eigentlich gar nicht so schlimm fand. Ganz im Gegenteil: so eine längere Unterbrechung der Zugfahrt richtig genutzt, macht das Ganze sogar entspannter. Ich war bei Sonne im Schloßpark, im Biergarten zum Kakao trinken und einmal abends noch in der Cocktailbar. Dadurch wird aus einer langen Bahnfahrt auf einmal ein kleiner Ausflug mit zwei kürzeren Fahrten.
Karlsruhe hat einen netten Bahnhof, in dem man sich gut aufhalten kann. Letztes mal saß ich vor dem Coffee Fellows und habe mir fast einen Sonnenbrand geholt. Diesmal saß ich in einem tiefen Sessel im Innenbereich und hatte eine gute Beobachtungsposition. Es war eine echte Pause.
Und irgendwie habe ich auch wieder nebenbei schnell bei „I am“ reingeschaut und ein Paar Ohhringe erstanden 😀
Und genial ist auch, daß die Schwarzwaldbahn in Karlsruhe startet und ich durch frühes Einsteigen die Möglichkeit habe, mir schon mal den besten Sitzplatz zu organisieren. Sonst bin ich immer erst in Offenburg zugestiegen und konnte dann zusehen, wo ich überhaupt noch was finde (in der Schwarzwaldbahn kann man nicht reservieren).
Ich werde daher vorerst bei diesem Fahrplan für mich bleiben und kann Euch nur empfehlen: nicht ärgern, wenn es einen längeren Aufenthalt gibt, sondern versuchen, was draus zu machen. Gerade im Sommer: Tasche in’s Schließfach und raus aus dem Bahnhof. Und dann vielleicht sogar noch einen Zug später nehmen. Habe ich auch schon mal gemacht. Why not?

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2 Antworten to “Pause auch beim Bahnfahren”

  1. Anschluß « Twitter-Splitter Says:

    […] Zunächst bis Karlsruhe, dort fahrplanmäßig eine knappe Stunde Aufenthalt, mit der ich wenigstens was anfangen kann. Dann geht es mit der Schwarzwald- bahn weiter nach Konstanz, Ankunft 21:16 Uhr. Die letzten […]

  2. Eine Bahnfahrt, die ist…. « Twitter-Splitter Says:

    […] die Schwarzwaldbahn nehme. Nach meiner Rechnung hätte ich in Karlsruhe etwa 40 Minuten Zeit zum Umsteigen und im Coffee Fellows noch einen Tee trinken können, aber wie man schon ahnen kann, wurde nichts […]

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