Es geht aufwärts

Nachdem ich mich hier nun schon lange nicht mehr gemeldet habe, wird es mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen 🙂
Ich habe gerade gesehen, dass mein letzter Post tatsächlich schon wieder fünf Monate her ist. So lange kommt es mir gar nicht vor. Aber die Zeit vergeht irgendwie unheimlich schnell, obwohl gar nicht viel passiert. Oder vielleicht auch genau deshalb.
Ich bin jeden Montag und jeden Freitag um 11:00 Uhr zur Lymphdrainage gegangen und jeden Dienstag um 12:00 Uhr zur Infusion des Studienmedikaments. Da treffe ich meine Leidensgenossin und neue Freundin U. Wir bekommen schon immer ungefragt den selben Termin 🙂
Ich habe gemerkt, wie wichtig ein Erfahrungsaustausch für mich ist. Kein Arzt erzählt dir vorher, was es alles an Nebenwirkungen geben kann. Nicht einmal, wenn sie recht häufig sind (z.B. taube Füße, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und mieses Gedächtnis). Da beruhigt es mich doch sehr, wenn jemand anders die gleichen Erfahrungen macht. Und es ist schön, dass ich jemanden gefunden habe, die die gleiche positive Einstellung hat wie ich. Und falls doch eine von uns mal zweifelt, ob wir da durch kommen, wird sie von der anderen wieder gepusht. Passt 🙂 🙂
Leider habe wir beide auch eine recht häufige Nebenwirkung des Studienmedikaments: Wassereinlagerungen. Vor allem mich hat es recht heftig erwischt. Zur Zeit hab ich ungefähr 10l Wasser, verteilt hauptsächlich auf die Beine und auch am Bauch. Das macht eine schicke Silhouette, weil der Oberkörper überhaupt nicht betroffen ist. Vor allem aber leidet meine Beweglichkeit. Durch das Wasser in den Beinen kann ich meine Füße nicht richtig anziehen und die Knie nicht richtig beugen. Auf der Treppe mime ich deshalb die Schnecke und beim Aufstehen von der Gymnastikmatte den Maikäfer. Und meine Hosen passen mir natürlich auch nicht. Nicht mal mehr die weiteren, die ich mir wegen dem geschwollen Bauch nach der OP gekauft hatte. Alles klemmt und zwickt. Blöd. Darum schlucke ich im Moment ziemlich viele Entwässerungstabletten, damit es nicht noch schlimmer wird. Aber auf Dauer ist das auch keine Lösung. Da muss sich mein Arzt was einfallen lassen.

Aber sonst wird langsam alles besser. Inzwischen kann ich mich auch mal weiter als 5m von einer Toilette entfernen. Das erhöht die Lebensqualität doch erheblich 😉 Auch die Lymphzyste im Unterbauch wird langsam kleiner. Sie ist zwar immer noch etwa 7cm groß, aber das ist nur noch die Hälfte. Soll sie sich ruhig Zeit lassen, Hauptsache ich muss nicht wieder unters Messer.
Inzwischen bin ich auch kräftiger geworden und nicht mehr so müde. Aber es geht alles viel langsamer vorwärts, als ich mir das vorgestellt hatte. Im Moment bin ich in Reha und lerne hier viel und bekomme wertvolle Informationen. Davon erzähle ich Euch dann demnächst….

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3 Antworten to “Es geht aufwärts”

  1. Oliver Gassner Says:

    Heißt das, du steigst bei den Ironbloggern wieder ein? Ich rechne bei der nächsten fete fest mit Dir 😉

  2. Miss Fairytalez Says:

    Das klingt aber schon viel besser als dein letzter Post! Das ist gut!
    Ich drücke weiter die Daumen, dass es aufwärts geht. Lass dir Zeit, für den eigenen Körper ist man selbst oft viel zu ungeduldig, ich kenne das 😉
    Alles Gute 🙂

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