Immer noch Nebenwirkungen

Meine letzte Chemo ist jetzt über ein halbes Jahr her, aber ich habe immer noch Nebenwirkungen.
Die schlimme Übelkeit ist weg, die Haare sind inzwischen nachgewachsen (wenn auch immer noch kurz). Ich hatte gehofft, dass sie lockig werden wie bei meiner Freundin, war aber leider nichts.
Meinen Fingernägeln hatte man anfangs nichts angesehen. Erst später, als sie weiter raus wuchsen, wurden sie ziemlich brüchig und bröselig. Und am kleinen Finger der rechten Hand war das Nagelweiß auf einmal nicht mehr nur oben, sondern ging diagonal über den Nagel. Der Nagel war da auch nicht mehr angewachsen. Ich hatte schon Bedenken, aber langsam wächst die Diagonale raus und ist fast nicht mehr zu sehen. Witzigerweise wächst der Nagel aber seitdem doppelt so schnell wie die anderen 😀
Was aber immer noch störend ist, ist die Taubheit in den Füßen. Sie ist zwar schon deutlich besser geworden und behindert mich damit nicht mehr beim Laufen. Aber es zieht, kribbelt, brennt gelegentlich und stört mich irgendwie mehr als vorher. Ich habe ständig das Gefühl, ich müsste nur irgendwie rubbeln oder sonst irgendetwas tun, damit das richtige Gefühl endlich wieder kommt. Irgendwie blöd.
Aber nun, das wird alles noch verschwinden. Ich muss nur noch etwas Geduld haben. In meinem Alltag beeinträchtigen mich die Nachwirkungen der Operation erheblich mehr. Wenn fast anderthalb Meter Darm fehlen, dann macht sich das doch schon bemerkbar. Aber auch das wird langsam besser. Vor allem warte ich auf den Tag, an dem ich das fiese Pulver zur Neutralisierung der Gallensäuren nicht mehr nehmen muss. Das Zeug ist einfach eklig. Aber wenn ich Pech habe, muss ich das bis an mein Lebensende nehmen. Drückt mir die Daumen!

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7 Antworten to “Immer noch Nebenwirkungen”

  1. Yvonne Says:

    Ich drücke ganz fest! Du bist so tapfer. Denke viel an dich.

  2. Martin Z. (@martini_ganz) Says:

    @TaubeFüsse: Ich nehme an, das ist ne Nachwirkung von dem vielen Wasser in den Beinen?

    @Gallenpulver: Puh, bin ich froh das ich das nicht habe. Aber gut, dass du dich über den ekelhaften Geschmack beschweren kannst 😉 . Denk ‚mal, wie schrecklich der Verlust des Geschmackssinns wäre.

  3. Martin Z. (@martini_ganz) Says:

    …und natürlich drück ich dich auch (wenn ich darf), egal ob mit/ohne/graue/kurze/lange/krause/glatte Haare 🙂

    Irgendwann werd‘ ich es auch noch schaffen, den gar nicht so fernen Bodensee samt Dir zu besuchen!

  4. Miss Fairytalez Says:

    Ich wusste nicht, dass die Nebenwirkungen so lange andauern können. Ich drücke dir fest die Daumen, dass sie bald weggehen!

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