Was rumpelt da?

Heute Nacht bin ich aufgewacht und wusste gar nicht warum. Es war dunkel, alles war ruhig, also hab ich mich auf die andere Seite gedreht, um weiter zu schlafen. Da hörte ich ein eigenartiges Rumpeln aus dem Wohnzimmer. Irgendwie konnte ich mir das Geräusch nicht so recht erklären. Das musst der Kater sein, aber woher kam das Geräusch genau? Fehlte ihm etwas? Aber dann würde er sicherlich laut miauen. In letzter Zeit schreit er sowieso dauernd, und zwar meist bloß aus Langeweile. Aber irgendwie ließ mir die Sache keine Ruhe. Außerdem fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, ihm noch etwas in den Fressnapf zu tun. Das mache ich immer, bevor ich ins Bett gehe, damit er nicht schon morgens um 5:00 Uhr wegen Frühstück jammert. Also machte ich das Licht an und warf einen Blick auf den Wecker: es war 2:15 Uhr. Genau die richtige Zeit, um in der Wohnung herum zu laufen. Grmpf.
Im Wohnzimmer saß der Kater wie angenagelt mitten im Raum und starte in die Luft. Aus den Augenwinkeln nahm ich einen dunklen Schatten in der Luft wahr. Eine dicke Motte hatte sich offensichtlich verirrt und der Kater war auf der Jagd nach ihr. Ich blieb noch einen Moment stehen und etwas zischte an meinem Gesicht vorbei. Zuerst war ich verdattert, dann kam mir die Erleuchtung: von wegen Motte. Eine Fledermaus kreiste im Wohnzimmer! Vermutlich hatte der Kater sie von draußen mit hereingebracht und sie war ihm entwischt. Was nun tun? Ich überlegte mir, dass sie irgendwann aufhören würde zu kreisen und sich an einen Deckenbalken hängt. Dann könnte ich sie vielleicht mit einem Kopfkissenbezug einfangen. Ich holte also ein Bezug und wartete. Und wartete und wartete. Die kleine Fledermaus zischte oft ziemlich dicht an meinem Kopf und meinem Gesicht vorbei, was mich doch etwas nervös machte.

Und sie hatte Kondition. Sie dachte gar nicht daran, sich irgendwo aufzuhängen. Dann kam mir die Idee, dass es vielleicht geschickter wäre, das Fenster weit auf und das Licht auszumachen. Gedacht getan. Dann bin ich erst einmal ins Bad, dann in die Küche, um dem Kater etwas in den Napf zu tun und nach ein paar Minuten zurück ins Wohnzimmer. Und die kleine Fledermaus kreiste immer noch. Ich konnte gut ihren Schatten gegen das Licht der Straßenlaternen sehen. Und gerade als ich anfing zu überlegen, dass ich langsam wirklich wieder ins Bett gehen möchte, fand die Fledermaus den Weg nach draußen und flatterte davon.

Der Kater war natürlich völlig frustriert, dass seine Beute das Weite gesucht hat. Aber ich konnte dafür endlich wieder ins Bett 🙂

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