Archive for the ‘Alltag’ Category

Nebenwirkungen

8. Juli 2015

Chemo und andere Medikamente haben Nebenwirkungen, zum Teil recht heftige.Ich bekomme wieder zwei Zyostatika, davon diesmal ein anderes als vorher. Von dem fallen mir nicht die Haare aus und es verursacht keine Nervenschäden. Meine Füße sind von der letzten Chemo nämlich immer noch teilweise taub und ich hoffe, das wird irgendwann noch. Immerhin ist die letzte Chemo von ersten Durchgang schon über ein Jahr her.

Was neben zeitweise Übelkeit jetzt aufgetreten ist, ist dafür eine unwahrscheinliche, lähmende Müdigkeit. Vor allem die ersten Tage nach der Chemo habe ich fast nur geschlafen. Auch tagsüber bin ich ein, zwei Stunden tief eingeschlafen und war vielleicht mal eine Stunde wach, bevor ich wieder eingeschlafen bin. Es war so, als stünde ich ständig unter Schlafmittel. Nach fünf Tagen wurde es deutlich besser, aber ich war immer noch müde, müde, müde. Dazu kam mit der Zeit natürlich eine körperliche Schwäche. Ich hab es kaum noch aus dem Haus geschafft und war schon nach 20 Metern völlig erschöpft. 

Gegen die Müdigkeit habe ich inzwischen ein Medikament bekommen. Es hat ein paar Tage gedauert, aber dann wurde es besser. Und ich war heilfroh. Es ist einfach kein Leben, wenn man nur noch müde ist, zu nichts mehr Lust hat und nicht mehr aus dem Haus kann. Sogar das Duschen war mir schon zuviel, das kann sich kein Außenstehender vorstellen. 

Aber alles hat seinen Preis. Das Medikament enthält nämlich Cortison und wird unter anderem zur Appetitsteigerung eingesetzt. Erst habe ich nichts gemerkt, aber irgendwann ging es dann los: ich hatte ständig Hunger und war nur noch am essen. Anfangs hat sich das nicht ausgewirkt, aber dann hab ich schlagartig zugenommen. Und zwar nur am Bauch. Auf einmal schiebe ich eine kleine Kugel vor mir her und ich hasse es. Ich fühle mich fett und aufgequollen. Andererseits schadet natürlich etwas mehr Gewicht während der Chemo sicher nicht. Nach der dritten war mir zwar Gottseidank nicht tagelang übel, aber wer weiß, wie es bei der nächsten wieder aussieht. Da kann ich eine Speckreserve vielleicht wieder gut gebrauchen.

Jetzt fängt allerdings mein Gesicht an aufzuquellen. Die Augen sind verschwiemelt, die Backen werden dick und der Mund klein. Ich bin mir selber fremd, wenn ich in den Spiegel sehe. Und das gefällt mir überhaupt nicht. Deshalb habe ich vor ein paar Tagen das Medikament abgesetzt und hoffe, dass die Nebenwirkungen bald wieder aufhören und die Müdigkeit nicht wieder kommt. Es ist echt ätzend.

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Zwischenstand

25. Juni 2015

So langsam könnte ich ja mal wieder was bloggen….das denke ich schon eine ganze Weile. Aber bei mir passierte irgendwie nichts. Das sieht man auch den relativ wenigen Tweets an. Vorbei die Zeit der Erlebnisse. Ich war lange krank zu Hause, hab viel geschlafen und mich irgendwie beschäftigt. Wöchentlich zum Arzt zur Infusion, zweimal zur Lymphdrainage, kurz was einkaufen. Das war es schon. Um über ein anderes Thema zu schreiben, war ich einfach zu müde und zu träge.

Dann ist doch endlich was passiert: ich hab angefangen zu planen, langsam wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Zunächst nur mit zwei Stunden am Tag, vier Tage die Woche. Das hab ich mir zugetraut. Und ich hab mich gefreut, dass wieder etwas Normalität in mein Leben kommt.
Und genau zu der Zeit fing der Tumormarker in meinem Blut wieder an zu steigen. Schwankungen sind zwar durchaus nicht ungewöhnlich, aber… Schnell hab ich mich mit meinem Onkologen darauf verständigt, ein PET/CT machen zu lassen. Das Besondere dabei ist, dass man eine radioaktive Zuckerlösung gespritzt bekommt. Tumorzellen stürzen sich auf Zucker und verraten sich durch ein Leuchten.

Genau zwei Stunden vor meinem Arbeitsbeginn nach anderthalb Jahren dann die Nachricht: der Krebs ist wieder da. Auf der Leber, dem gesamten Darm und noch zwei Stellen im Bauchraum. Ich wusste gar nicht, wie ich meinen Arbeitskollegen entgegentreten sollte. Gleich sagen, dass alles nur Makulatur ist und ich eigentlich gleich wieder gehen kann? Ich hab erst mal nichts gesagt. Alle haben sich so gefreut und mich so nett begrüßt. Das hat mich echt aufgebaut. Und ich musste die schlechte Nachricht auch erst einmal für mich selbst verarbeiten. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, aber natürlich gehofft, dass es nur blinder Alarm ist.

Es war natürlich ziemlich blöd für mich, mir meinen Arbeitsplatz einzurichten, mich auf das Laufende zu bringen, mir Arbeit von den Kollegen zu holen, wohl wissend, dass es wohl sinnlos ist. Auf der anderen Seite war die Hoffnung, dass es keine weitere OP gibt und ich eine zweite Chemo gut vertrage und trotzdem arbeiten kann.

Leider kam es anders. Der Krebs hat meinen Darm versteift und ich musste zweimal nachts notfallmäßig mit einem beginnenden Darmverschluss ins Krankenhaus. Das war wirklich nicht witzig. Und meine Kollegen konnten sich ausrechnen, dass etwas nicht stimmt. Am Ende hab ich immerhin zwei Wochen ein bißchen gearbeitet. Aber das war es dann.

Jetzt bekomme ich wieder Chemo, die mich ziemlich fertig macht. Mit der Übelkeit geht es bisher und die Haare bleiben anscheinend dran. Aber ich bin unendlich schlapp und müde. Ich schlafe sehr viel und bin den Rest der Zeit gar nicht richtig wach. Und wenn ich mal aus dem Haus gehe, bin ich sofort aus der Puste. Langsam habe ich ein echtes Problem damit zum Arzt oder zum Einkaufen zu kommen. Dabei habe ich erst zwei Chemos hinter mir und vier folgen noch. Und die Nebenwirkungen werden bekanntermaßen eher schlimmer. Ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll und kann nur auf gute Tage hoffen.
Außerdem habe ich das Pech, dass zum Ende des Monats gleich zwei Freunde aus Konstanz wegziehen. Beide haben einen Wohnungschlüssel und waren im Notfall für mich da. Die Beruhigung fehlt mir jetzt. 

Die ganze Situation zieht mich ziemlich runter. Ich habe immer darauf hin gelebt, dass ich keinen Rückfall bekomme und mein normales Leben irgendwann wieder weiter leben kann. Aber davon kann ich mich verabschieden. Ich werde die Chemo irgendwie wieder schaffen und den Krebs dann hoffentlich besiegt haben. Aber auch dann wird es nicht mehr wie vorher. Die OP hat viel zerstört und mein Darm funktioniert nicht mehr richtig. Ich hab Wasser in den Beinen und muss mehrmals am Tag zum Teil schauerliche Medikamente nehmen. 
Ich lebe zwar, aber Moment irgendwie nicht richtig. Diese elende Müdigkeit macht mich zusätzlich fertig. Hoffentlich wird das wieder besser. 

Wechseljahre? Nein danke!

1. Dezember 2014

Neulich habe ich bei Texterella einen Blogpost zu den Wechseljahren gelesen. Dabei fiel mir ein, dass ich mir auch schon seit längerem vorgenommen hatte, dazu etwas zu schreiben.

Bei meiner Operation im Dezember 2013 wurden mir ja beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Der Körper produziert nun keine weiblichen Hormone mehr und die Menopause tritt schlagartig ein. Und ich hatte echt Angst, was passiert. Ich sah mich schon mit sämtlichen Wechseljahrsbeschwerden konfrontiert, die bei meiner weiblichen Verwandtschaft und in meinem Kolleginnenkreis aufgetreten sind: heftige Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Atemnot, Bluthochdruck, Stimmungsschwankungen, unreine Haut und Gewichtszunahme. Vor allem auf Hitzewallungen hatte ich mich schon eingestellt.

Und was ist passiert: NICHTS

Lediglich meine Haut kommt mir am ganzen Körper seither ein kleines bisschen trockener vor. Und vielleicht ein paar mehr dunkle Haare am Kinn. Aber das ist auch schon alles. Keine Hitzewallungen, keine Stimmungsschwankungen. Und keine Gewichtszunahme. Aber die hatte meine Mutter auch nicht.
Erst jetzt hat man mir erzählt, dass es durchaus vorkommt, dass Frauen von den Wechseljahren nichts merken. Also nur Mut!

Immer noch Nebenwirkungen

30. November 2014

Meine letzte Chemo ist jetzt über ein halbes Jahr her, aber ich habe immer noch Nebenwirkungen.
Die schlimme Übelkeit ist weg, die Haare sind inzwischen nachgewachsen (wenn auch immer noch kurz). Ich hatte gehofft, dass sie lockig werden wie bei meiner Freundin, war aber leider nichts.
Meinen Fingernägeln hatte man anfangs nichts angesehen. Erst später, als sie weiter raus wuchsen, wurden sie ziemlich brüchig und bröselig. Und am kleinen Finger der rechten Hand war das Nagelweiß auf einmal nicht mehr nur oben, sondern ging diagonal über den Nagel. Der Nagel war da auch nicht mehr angewachsen. Ich hatte schon Bedenken, aber langsam wächst die Diagonale raus und ist fast nicht mehr zu sehen. Witzigerweise wächst der Nagel aber seitdem doppelt so schnell wie die anderen 😀
Was aber immer noch störend ist, ist die Taubheit in den Füßen. Sie ist zwar schon deutlich besser geworden und behindert mich damit nicht mehr beim Laufen. Aber es zieht, kribbelt, brennt gelegentlich und stört mich irgendwie mehr als vorher. Ich habe ständig das Gefühl, ich müsste nur irgendwie rubbeln oder sonst irgendetwas tun, damit das richtige Gefühl endlich wieder kommt. Irgendwie blöd.
Aber nun, das wird alles noch verschwinden. Ich muss nur noch etwas Geduld haben. In meinem Alltag beeinträchtigen mich die Nachwirkungen der Operation erheblich mehr. Wenn fast anderthalb Meter Darm fehlen, dann macht sich das doch schon bemerkbar. Aber auch das wird langsam besser. Vor allem warte ich auf den Tag, an dem ich das fiese Pulver zur Neutralisierung der Gallensäuren nicht mehr nehmen muss. Das Zeug ist einfach eklig. Aber wenn ich Pech habe, muss ich das bis an mein Lebensende nehmen. Drückt mir die Daumen!

Die perfekte Tasche

4. November 2014

Neulich hab ich im Internet eine Tasche gesehen. Eine Messenger Bag. Farbe und Design haben mir auf Anhieb gefallen und Ruckzuck landete das Ding im Einkaufskorb. Ich neige zu Spontankäufen und oft sind die Sachen hinterher nicht mehr so toll. Aber die Tasche war klasse! Nicht zu steif oder zu wabbelig und für mich genau die richtige Größe. Ich hab sie praktisch jeden Tag benutzt. Als Handtasche und als Einkaufstasche. Perfekt! Die Freude währte jedoch nicht allzu lange. Zuerst hatte ich ein Brötchen mit Huhn und Currysauce in die Tasche gepackt. Die Papiertüte ist natürlich von der Sauce ziemlich schnell aufgeweicht und zur Krönung hab ich mich im Bus auch noch auf die Tasche draufgesetzt. Passiert mir sonst nie, aber natürlich genau dann, wenn ich so etwas Kritisches drin habe. Die Sache ist aber noch mal gut gegangen. Nur mein Schlüsselbund und die kleine Ledertasche mit meinem Kleinkram hatten etwas von der Sauce abbekommen. Puuuuh.
Und was mach ich ein paar Tage später? Packe eine Schachtel Eier in die Tasche und schaffe es irgendwie ein rohes Ei zu zerdrücken. Und diesmal ging es nicht gut aus. Das ganze Innenfutter war verschmiert mit rohem Eiweiß. Ich hätte heulen können! Das war typisch. Noch nie hab ich eine Tasche ruiniert. Aber natürlich die, die mir mal richtig gut gefällt. Welche sonst.
Dann fiel mir ein, dass ich die vielleicht noch mal bestellen könnte. Es war zwar ein Angebot gewesen, aber vielleicht war sie ja noch da. Und sie war! Und heute kam das Paket mit der neuen 🙂

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Graue Haare?

3. November 2014

Letzte Woche war ich mal wieder in der Ambulanz der Frauenklinik. Die Schwester dort hatte mich längere Zeit nicht mehr gesehen.
Sie sah mich an und sagte: „Oh, Ihre Haare sind aber inzwischen schön wieder nachgewachsen.“
Ich: „Stimmt. Ich hatte schon Angst, weil sie erst mal nur in einem breiten Kranz gekommen sind. Oben in der Mitte und direkt über den Ohren war erst nix.“
Sie darauf: „Gell, und grau sind sie noch nicht.“
Da musste ich erst mal überlegen. Vorher waren meine Haare stark blondiert, da hätte man erste graue Haare sowieso nicht gesehen. Jetzt sind sie dunkel nachgewachsen und bisher war mir nichts aufgefallen. Aber stimmt, ich könnte tatsächlich schon grau werden. Darüber hatte ich bisher noch nie nachgedacht.
Zu Hause hab ich mir gleich einen Spiegel geschnappt und mich im Tageslicht genau angeguckt. Tatsächlich: an den Schläfen so zwei, drei graue Härchen und oben an der Stirn auch ein einzelnes. Verdammt! Jetzt hab ich mir doch glatt ein Schönheitsproblem andrehen lassen 😉

Endlich zuhause

13. März 2014

Seit drei Wochen bin ich jetzt zuhause und so langsam wird es.

Die ersten zwei Tage ging fast gar nichts. Ich war noch so fertig, dass ich es mal grad aus dem Bett auf’s Sofa geschafft hab und schon Katzenwäsche war mir zuviel. Dann musste ich auch schon wieder in’s Krankenhaus, um mir endlich den Port legen zu lassen. Musste zwar trotz frühem Termin warten, aber das Implantieren hat reibungslos geklappt und die örtliche Betäubung war auch einwandfrei. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie mich gleich wieder an Wasser und Nahrung hängen und ich den Rest des Tages dort verbringen sollte. Darauf hatte ich ja nun gar keine Lust. Über zwei Monate Krankenhaus waren einfach genug. Ich hab mir dann nur eine kleine Flasche Nahrung anhängen lassen und mich nachmittags fluchtartig wieder von dannen gemacht 🙂

Mit meiner Ernährung hatte es ja schon seit Oktober überhaupt nicht richtig geklappt. Mir war immer übel und ich konnte kaum etwas essen. Ich dachte immer, das liegt an der Chemo, aber auch nach 3 Monaten Unterbrechung (wegen der OPs) ging es immer noch nicht viel besser. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war ich wieder bei 42kg angekommen. Das ist natürlich viel zu wenig, vor allem, wenn die Chemo weiter geht.
Deshalb sieht es im Moment so aus, dass abends jemand vom Pflegedienst kommt und mir an den Port einen Liter mit Flüssignahrung über 1000kcal anhängt. Das läuft dann 13 Stunden und morgens hängt mich jemand wieder ab. Damit habe ich eine Mindestversorgung, auch wenn ich mal nicht essen kann. Der Beutel kommt zusammen mit der Akku-Pumpe in einen Rucksack und ich kann problemlos damit in der Wohnung herumlaufen und nachts auf Toilette gehen (muss ich auch, wenn die ganze Zeit Flüssigkeit nachläuft ;-))
Interessanterweise hörte meine Übelkeit einen Tag vor der Entlassung aus dem Krankenhaus auf und ich kann seitdem wieder problemlos essen. Natürlich keine Riesenberge, aber auf jeden Fall genug, um über die Runden zu kommen. Deshalb klappt es mit dem gewünschten Zunehmen auch wunderbar und seit vorgestern bekomme ich nur noch jede zweite Nacht einen Beutel. Das ist mir sehr recht. Denn auch wenn es mir sehr hilft, lästig ist es natürlich schon auch. Und vor allem nachts neige ich dazu, im Halbschlaf auf den Schlauch zu tappen. Das ist irgendwie unschön.

Mein Mittagessen lasse ich mir von den Maltesern bringen. Aber das werde ich wohl bald wieder abbestellen, denn inzwischen bin ich fit genug, mich wieder selber darum zu kümmern. Und einige Gerichte sind auch eher zum Wegwerfen als zum Essen 😉
Meine Einkäufe erledigt immer noch hauptsächlich @liefern für mich, aber Kleinigkeiten hole ich inzwischen schon selbst. Groß schleppen ist noch nicht und ich kann auch meinen Rucksack nicht nehmen, weil die Portnadel im Weg ist. Und lange an der Kasse stehen geht auch noch nicht. Aber das wird noch.

Ansonsten plagen mich Nebenwirkungen der Chemo und/oder des Studienmedikaments: beide Füße sind taub und im linken habe ich öfter Schmerzen. Ich gehe deshalb etwas unsicher und passe immer höllisch auf. Umknicken oder die Treppe runterdengeln würde mir jetzt gerade noch fehlen. Und seit der letzten Infusion habe ich Wasser im Bauch, an den Hüften und in den Beinen, vor allem im rechten. Ich komme derzeit in keinen Schuh, sondern nur noch in meine UggBoots. Auch ein Teil meiner Jogginghosen klemmt. Nehme deshalb jetzt zu den übrigen Medikamenten noch Entwässerungstabletten. Nützt aber bisher nix.

Medikamente ist auch so ein Thema: ich hab Tabletten für vor dem Essen und für nach dem Essen. Zwei Sorten müssen in den Kühlschrank, ein Pulver muss aufgelöst und darf nur im Abstand von zwei Stunden zu allen anderen genommen werden. Da ist der ganze Tag irgendwie verplant.

Aber sonst läuft es und ich habe sogar schon einmal den Staubsauger bewegt. Immerhin 😉

Die Fruchtfliegenfalle

10. August 2013

Dank des warmen Wetters in Verbindung mit meiner Vorliebe für süßes Obst in allen Formen und Farben hatte sich meine Küche in ein absolutes Fruchtfliegen-Paradies verwandelt. Ein paar der Biester kann man ja tolerieren, aber ganze Wolken sind dann doch zuviel.
Nach diesem Tweet hab ich von @theswiss einen interessanten Link bekommen. In dem Video wird gezeigt, wie man selbst eine Fruchtfliegenfalle bastelt. Das hab ich ausprobiert und es hat wirklich prima funktioniert. Allerdings wusste ich nicht, wo ich die gefangenen Fruchtfliegen lassen sollte und meine kleine Tupperdose, die ich wie gezeigt verwendet hatte, wollte ich eigentlich nicht wegwerfen. Da kam mir die Idee, dass ich ja viel besser Becher nehme, die ich ohnehin wegschmeiße. Und so geht die optimierte Fruchtfliegenfalle:

In einen kleinen Eisbecher, Joghurtbecher o.ä. kommt etwas Obst, je süßer je besser. Dann Frischhaltefolie drüber, die gut befestigt wird. In die Folie piekst man ein oder zwei kleine Löcher. Aber nicht zu groß, sonst krabbeln wieder welche von den Fliegen raus. Und zur Entsorgung Tesafilm drüber und ab mit dem Becher in den Müll.

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Einkaufen stresst

4. August 2013

Shoppen und einkaufen ist natürlich eigentlich das Gleiche. Aber für mich selbst definiere ich das verschieden.
Ich gehe gerne shoppen. Shoppen ist für mich etwas Vergnügliches, etwas Entspannendes. Ich sehe mir schöne Dinge an, die ich mir nicht leisten kann und kaufe mir Sachen, die ich nicht brauche. Dafür lasse ich mir auch gerne Zeit.
Einkaufen dagegen ist für die notwendigen Sachen. Also Lebensmittel, Katzenfutter, Waschmittel und sowas. Und das muss fix gehen. Und deshalb hasse ich es wie die Pest, wenn mir im Supermarkt die Leute vor den Füßen herumlaufen. Und das tun sie. Und es sind garantiert immer die selben, die mir mindestens zwei-, wenn nicht dreimal mit ihrem Einkaufswagen achtlos den Weg blockieren. Und dann die Grüppchen: Familien mit Kindern oder noch schlimmer, eine Horde Teenager oder Studenten. Die können glatt 10 Minuten vor einem Regal verbringen und darüber diskutieren, ob sie jetzt diese oder jene Limo nehmen. Ob roter oder grüner Wackelpudding. Ob Bier oder doch lieber Wein? Orrrrr. Können die sich das nicht vorher überlegen? Oder schneller einigen? Diese ewigen Diskussionen wegen irgendwelcher Nebensächlichkeiten verstehe ich nebenbei bemerkt sowieso nicht. Ist doch letztendlich völlig Wurscht, welche Marmelade auf dem Brot ist. Wie kann man da 5 Minuten brauchen und natürlich in der Zeit einen ganzen Gang blockieren? Sonst wäre es mir ja noch egal. Aber so nervt es nur. Irgendwie scheint fast jeder zu meinen, er wäre allein im Supermarkt. Das sind auch genau die Leute, die auch immer sofort stehen bleiben, sobald sie die Rolltreppe verlassen haben und die dahinter können gucken, wo sie bleiben. Mann, Mann, Mann.

Am Morgen

9. Juli 2013

Nachdem es letzte Woche mit dem Bürgerbüro nicht so recht geklappt hatte, hab ich mich heute morgen nochmal dorthin auf den Weg gemacht. Unterwegs konnte ich dann grad noch ein Päckchen in einem Hermes-Paket-Shop auf dem Weg abgeben.
Im Bürgerbüro ging es dann ganz zügig. Ich musste nur fünf Minuten warten und die freundliche Mitarbeiterin hat mir ausnahmsweise die Lebensbescheinigung für meine Nachbarin ausgestellt, obwohl ich dafür eigentlich hätte ihren Personalausweis mitbringen müssen. Auf die Idee war ich natürlich nicht gekommen, weil: was sollte der beweisen? Wie auch immer, mein Antrag auf einen neuen Personalausweis ging ebenfalls ganz fix. Allerdings musste ich meine Unterschrift wiederholen, weil ich natürlich oben und unten über der Linie war. Wie immer. Egal wir groß das Feld ist. Deshalb unterschreibe ich auf Plastikkarten immer mit Folienschreiber 😉
Und ich wurde gefragt, ob ich meinen Fingerabdruck auf dem Ausweis haben will. Auf meine Frage, welche Vorteile mir das denn bringt, fiel der Sachbearbeiterin nichts ein. Na ja, wer weiß, vielleicht gibt es ja bald etwas, wo man sich mit Fingerabdruck identifizieren kann oder muss. Und vor ein paar Wochen hätte ich es vielleicht auch gemacht. Schon allein um zu gucken, wie das technisch funktioniert. Das elektronische Print-Abnehm-Dings hatte ich nämlich schon erspäht. Aber dann fielen mir Prism und Tempora ein und die Entscheidung war einfach.

Auf dem Rückweg war ich ich schnell bei meiner Bank und hab Kontoauszüge geholt. Danach noch einen Abstecher zur Post, um ein zweites Päckchen abzuliefern. Am Ende noch zur Sparkasse, um für meine Nachbarin neue Überweisungsträger zu holen. Das mit den Überweisungsträgern ist so eine Sache: ich stand neulich schon mal in der Sparkasse, um neutrale Vordrucke zu holen. Dort erklärte man mir, das es die nicht mehr gäbe, sondern nur noch welche mit eingedruckter Kontonummer und nur an den Kontoinhaber. Fand ich blöd, weil ich natürlich die Nummer nicht auswendig wusste. Aber diesmal war ich vorbereitet. Hah! Und dann die Überraschung: „Wir schicken sie ihnen per Post zu, Frau U.“ Öh…Post? Nicht mal mitnehmen? Und seit wann sehe ich aus wie 90??? 😀

Alles in Allem hab ich für die Aktion heute morgen tatsächlich nur eine Stunde gebraucht. Ich war echt überrascht, wie viel man in der Zeit erledigen kann, wenn es halbwegs läuft.
Und ich habe es auch genossen, um diese Uhrzeit schon in der Stadt herumzulaufen. Es ist noch ziemlich ruhig, die Luft riecht angenehm und es noch nicht so heiß (was zugegeben im Moment weniger das Problem ist). Immer wieder nehme ich mir vor, auch mal am Wochenende oder an einem Urlaubstag früh aufzustehen (also was für mich früh ist ;-)) und dann frühstücken zu gehen und den Tag ganz lässig angehen zu lassen. Aber irgendwie klappt das nie, meine Faulheit hat bisher stets gesiegt. Doch irgendwann….irgendwann!!!