Archive for the ‘Verwaltung’ Category

Am Morgen

9. Juli 2013

Nachdem es letzte Woche mit dem Bürgerbüro nicht so recht geklappt hatte, hab ich mich heute morgen nochmal dorthin auf den Weg gemacht. Unterwegs konnte ich dann grad noch ein Päckchen in einem Hermes-Paket-Shop auf dem Weg abgeben.
Im Bürgerbüro ging es dann ganz zügig. Ich musste nur fünf Minuten warten und die freundliche Mitarbeiterin hat mir ausnahmsweise die Lebensbescheinigung für meine Nachbarin ausgestellt, obwohl ich dafür eigentlich hätte ihren Personalausweis mitbringen müssen. Auf die Idee war ich natürlich nicht gekommen, weil: was sollte der beweisen? Wie auch immer, mein Antrag auf einen neuen Personalausweis ging ebenfalls ganz fix. Allerdings musste ich meine Unterschrift wiederholen, weil ich natürlich oben und unten über der Linie war. Wie immer. Egal wir groß das Feld ist. Deshalb unterschreibe ich auf Plastikkarten immer mit Folienschreiber 😉
Und ich wurde gefragt, ob ich meinen Fingerabdruck auf dem Ausweis haben will. Auf meine Frage, welche Vorteile mir das denn bringt, fiel der Sachbearbeiterin nichts ein. Na ja, wer weiß, vielleicht gibt es ja bald etwas, wo man sich mit Fingerabdruck identifizieren kann oder muss. Und vor ein paar Wochen hätte ich es vielleicht auch gemacht. Schon allein um zu gucken, wie das technisch funktioniert. Das elektronische Print-Abnehm-Dings hatte ich nämlich schon erspäht. Aber dann fielen mir Prism und Tempora ein und die Entscheidung war einfach.

Auf dem Rückweg war ich ich schnell bei meiner Bank und hab Kontoauszüge geholt. Danach noch einen Abstecher zur Post, um ein zweites Päckchen abzuliefern. Am Ende noch zur Sparkasse, um für meine Nachbarin neue Überweisungsträger zu holen. Das mit den Überweisungsträgern ist so eine Sache: ich stand neulich schon mal in der Sparkasse, um neutrale Vordrucke zu holen. Dort erklärte man mir, das es die nicht mehr gäbe, sondern nur noch welche mit eingedruckter Kontonummer und nur an den Kontoinhaber. Fand ich blöd, weil ich natürlich die Nummer nicht auswendig wusste. Aber diesmal war ich vorbereitet. Hah! Und dann die Überraschung: „Wir schicken sie ihnen per Post zu, Frau U.“ Öh…Post? Nicht mal mitnehmen? Und seit wann sehe ich aus wie 90??? 😀

Alles in Allem hab ich für die Aktion heute morgen tatsächlich nur eine Stunde gebraucht. Ich war echt überrascht, wie viel man in der Zeit erledigen kann, wenn es halbwegs läuft.
Und ich habe es auch genossen, um diese Uhrzeit schon in der Stadt herumzulaufen. Es ist noch ziemlich ruhig, die Luft riecht angenehm und es noch nicht so heiß (was zugegeben im Moment weniger das Problem ist). Immer wieder nehme ich mir vor, auch mal am Wochenende oder an einem Urlaubstag früh aufzustehen (also was für mich früh ist ;-)) und dann frühstücken zu gehen und den Tag ganz lässig angehen zu lassen. Aber irgendwie klappt das nie, meine Faulheit hat bisher stets gesiegt. Doch irgendwann….irgendwann!!!

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Bürgerbüro

6. Juli 2013

Durch Zufall hatte ich schon vor ein paar Wochen gemerkt, dass mein Personalausweis am Ende des Monats abläuft. Nun könnte man ja vielleicht ausnahmsweise schon rechtzeitig einen neuen beantragen. Mit den besten Vorsätzen ausgestattet, wollte ich mir zunächst ein biometrisches Passbild besorgen. Aber wann hab ich schon mal Zeit, zu den normalen Öffnungszeiten zu einem Fotografen zu gehen. Denn ein Automat kam nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht in Frage.

Doch bleibt ja immer noch der Samstag. Das ist der Tag, an dem man alles erledigen kann, was man werktags nicht schafft: Einkäufe, Reinigung, Post, Paketshop etc. Nur Behörden- und Arztbesuche leider nicht (wieso eigentlich nicht???). Nun schlafe ich am Samstag aber gerne aus und schaffe es oft erst um 17:00 Uhr überhaupt unter die Dusche, weil um 18:00 Uhr immer meiner Freundin kommt und wie zum Essen gehe. Aber ich bin ja immer wieder in Hannover bei meiner Schwester und muss dort auf jeden Fall vor dem Mittag aufstehen und mich fertig machen. Da könnte ich ja dort zum Fotografen gehen. War aber gar nicht so einfach. Erst habe ich das Telefonbuch gewälzt (bildlich gesprochen, hab natürlich gegoogelt) und ziemlich mühsam einen Fotografen in der Innenstadt ausgemacht. Erst hab ich die Adresse nicht gefunden und dann hatte das Studio natürlich inzwischen schon geschlossen. Passend dazu fing es auch gerade an zu regnen. Toll. Doch zwei Ecken weiter war zufällig ein Fotogeschäft, das auch Passbilder macht. Prima. Ich hab mich bemüht, meine feuchten Haare irgendwie halbwegs in Ordnung zu bringen und den Fettglanz vom Gesicht zu tupfen. Nun ja, Ihr kennt die Ergebnisse. Im Prinzip ist es egal, was man macht. Was mich aber doch verblüfft hat: auf dem Bild hab ich geglänzt wie der Bodensee in der Mittagssonne. Der Fotograf erklärte mir dazu, das läge am Wasser in meinem Make-Up und das könnte er auch nicht weg retuschieren. Öhm…das Zeug hatte ich mir extra für`s Foto in das Gesicht getan. War wohl ein Fehler. Dafür hätte ich auch an den Automaten… na egal, ich hatte ein biometrisches Passbild.

Logischerweise bin ich dann nicht sofort zum Bürgerbüro, um meinen neuen Ausweis zu beantragen, sondern hab die Fotos erst mal ein paar Wochen rumliegen lassen, bis ich nicht mehr wusste, wo ich sie eigentlich hingelegt hatte. Weil, man hat ja noch soooo viel Zeit. Eigentlich.
Dann kam Post für meine Nachbarin: die Schweizer Rentenversicherung wollte ihre jährliche Lebensbescheinigung. Jetzt kann sie aber nach ihrem Schlaganfall immer noch nicht wieder die Treppen runter, zur Stadtverwaltung tippeln und sich lebensbeweisen. Ich hab bei der Stadt nachgefragt, wie sie in solchen Fällen verfahren. Es sind ja genug Menschen in Alten- oder Pflegeheimen, die nicht mehr selbst kommen können. Ich dachte, dass vielleicht ein Stadtsheriff sich vergewissert und der Rest per Post erledigt wird. Die Lösung war dann eine Vollmacht für mich, mit der ich dann an ihrer Stelle die Bescheinigung abstempeln lassen kann. Nun ja.
Jedenfalls hatte ich damit jetzt sogar zwei wichtige Gründe, endlich zum Bürgerbüro zu gehen. Für sowas muss ich meine Mittagspause opfern und noch zusätzlich Arbeitzeit, die ich später nachholen muss. Am Donnerstag war ich dann endlich auf dem Weg. Für mich war völlig klar, dass so eine Stelle von Montag – Freitag den ganzen Tag geöffnet hat. Vielleicht noch am Mittwochnachmittag zu und dafür am Donnerstag für Berufstätige etwas länger. Deshalb war ich zunächst  fassungslos und dann ziemlich erbost, als ich das Schild sah:

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Dafür hatte ich jetzt mindestens eine Stunde verplempert. Am liebsten wäre ich im Dreieck gesprungen! Orrrrrrr.