Wo bleibt *meine* Zeit?

12. März 2013

Heute etwa 70% meiner Arbeitszeit mit der Weiterbearbeitung des Projekts eines Kollegen aus der Nachbarabteilung verbracht, der zum ungünstigsten Zeitpunkt für 3 Monate abgezogen wurde. Meine eigene Arbeit bleibt seit Donnerstag fast völlig liegen.
In der Mittagspause für meine kranke Schwester Termine gemacht und Schriftverkehr erledigt,
Nach Feierabend für meine Nachbarin zur Bank und in den Supermarkt. Dann bei ihr noch eine Glühbirne auswechseln und den Müll runter bringen.
Irgendwie bin ich grad überall dabei.

Alkoholfreies Bier probiert

24. Februar 2013

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Früher hab ich gerne mal Sekt getrunken, später Prosecco, inzwischen aber auch Geschmack an Bier gefunden. Vor ein paar Tagen bin ich auf die Idee gekommen, es mal mit alkoholfreiem Bier zu versuchen und habe eine Testreihe gestartet. Damit war ich relativ schnell fertig, weil ich von 8 Sorten 5 weg gekippt hab. Am schauerlichsten schmeckte das Tannenzäpfle, für meinen Geschmack ungenießbar. Am besten finde ich das Warsteiner. Zwar etwas dünn (wie alle), aber keine unangenehmen Aromen.

Tannenzäpfle: schmeckt nach Seife und ist bitter
Clausthaler extra herb: seifig und etwas bitter
Clausthaler classic: seifig
Beck’s Blue: schmeckt nach Gummi und Tabak
Jever Fun: kein Geschmack, bloß bitter
Neumarkter Lammsbräu: malzig, süßlich
Bitburger: schmeckt leicht nach Hefe, nicht zu bitter
Warsteiner: schmeckt nach Bier

Wie weit kümmern?

23. Februar 2013

Ich hatte hier ja schon von meiner Nachbarin erzählt, die sich regelmäßig um meine Katzen kümmert. Das kann sie jetzt leider nicht mehr, denn kurz vor Weihnachten hatte sie einen Schlaganfall. Gottseidank war es nur ein leichter, der lediglich den rechten Arm und die Sprache betroffen hat. In der Reha lief es ganz gut, aber sie hat sich dann selber vorzeitig entlassen. Dann ging der Kampf mit ihrer Enkelin los. Die alte Dame mir ihren knapp 90 Jahren wollte keine Pflegestufe, keine Pflegehilfe, keine Hilfe im Haushalt, keinen Notfallknopf….also überhaupt nichts. Ihre Enkelin sollte sich um sie kümmern und sonst niemand. Die wollte aber nicht. Zum einen, weil die zwei kein herzliches Verhältnis haben, vor allem aber, weil sie selber an MS leidet und dadurch natürlich körperliche Grenzen hat. Etwas, was die alte Dame nicht sehen will.
In der ersten Woche war die Enkelin dann am Ende doch jeden Tag da, weil meine Nachbarin sich nicht so wohl fühlte. Nach Ansicht der Enkelin allerdings nur vorgeschoben, was ich für durchaus möglich halte. Es gipfelte darin, dass die Gute nach einer Woche den Krankenwagen gerufen hat und im Krankenhaus erzählt hat, das es ihr so wahnsinnig schlecht ginge und sich niemand gekümmert habe. Das Krankenhaus hat der Enkelin deshalb eine Anzeige wegen Vernachlässigung angekündigt. Hurrah. Gefunden haben sie jedenfalls nichts und die alte Dame wieder nach Hause geschickt. Die Enkelin hat dann ohne weiter zu fragen einen Termin mit dem Pflegedienst vereinbart und es sollte jeden Tag eine Pflegerin kommen und beim Waschen und Anziehen helfen. Es wundert wohl keinen, wenn ich erzähle, dass sie die Pflegerin gleich wieder raus geschmissen hat. Es sollte wohl noch jemand zum Putzen kommen, ist bisher aber noch nicht erschienen.
Und letztes Wochenende haben sich die beiden dann endgültig zerstritten. Die Enkelin hat schon länger Bankvollmacht und hatte Sachen für die Zeit im Krankenhaus und in der Reha gekauft. Dafür hatte sie etwas Geld abgehoben. Die alte Dame behauptet nun, sie hätte die Hälfte ihrer Ersparnisse genommen und hat mit Anzeige bei der Polizei gedroht. Keine Ahnung, was sich die zwei an den Kopf geworfen haben. Die Enkelin hatte dann jedenfalls endgültig die Nase voll, hat den Schlüssel da gelassen und will das Haus nie mehr betreten. Das hat sie mir Sonntagabend am Telefon erzählt.
Die alte Dame hat mich dann am Montag mit schwacher Stimme im Büro angerufen, ob ich abends bei ihr vorbei kommen könnte. Sie hat mir dann ihre Version der Dinge erzählt, die natürlich etwas anders aussah. Angeblich fehlen auch die Kontoauszüge, die bisher in der Küche gelegen hätten. Keine Ahnung, wo die Wahrheit liegt. Ich habe ihr angeboten, für sie bei der Sparkasse die Auszüge ncoh einmal anzufordern, damit sie nachsehen kann. Außerdem wollte sie die Bankvollmacht widerrufen. Das hab ich auch mal rein geschrieben, aber den Brief noch nicht eingeworfen.
Ich hab noch die Selbstauskunft für den Medinzinischen Dienst ausgefüllt, damit sie vielleicht doch eine Pflegestufe bekommt. Jetzt müsste noch jemand einmal in der Woche ihre Medikament richten, was bisher die Enkelin gemacht hat. Keine Ahnhng, wer das nun erledigen soll. Ich hab einen Hausbesuch des Hausarztes angeleiert, aber der erste Versuch hat nicht geklappt, weil sie Klingel nicht gehört hat. Werde aber dranbleiben. Die alte Dame hat zu mir gesagt, wenn er meint, sie sei im Altersheim besser aufgehoben, dann würde sie das machen. Und sie hat mir das Versprechen abgenommen, dass ich mich dann um die Räumung ihrer Wohnung kümmere *seufz*
Sie selber kann die Wohnung im Moment nicht verlassen, weil sie im dritten Stock wohnt und wir keinen Aufzug haben. Sie fühlt sich dort allerdings wohl und ich denke, mit ein bißchen Hilfe könnte sie gut noch eine Weile dort bleiben. Aber das muss sie natürlich annehmen und es muss organisiert werden.
Das sehe ich jedoch nicht als meine Aufgabe an. Sie hat hier zwei Enkelinnen, die da zuerst verantwortlich sind. Allerdings hat sie sich früher auch nie um die beiden gekümmert und war wohl auch nicht sehr nett zu ihnen. Das rächt sich jetzt irgendwie. Ich selber habe nach wie vor genug um die Ohren mit den Angelegenheiten meiner Schwester. Trotzdem kann ich meine Nachbarin natürlich nicht einfach sich selbst überlassen. Ich gehe nachher hoch, bringe ihr die Post und frage, ob ich was einkaufen soll. Nächste Woche sehen wir dann weiter.

Update:
Der Hausarzt war nach meinem ausführlichen Brief gestern mittag noch einmal da. Er will dafür sorgen, dass ab Montag eine Schwester kommt, die sich um die Pflege und den Haushalt kümmert. Und er kümmert sich um einen Platz in einem Seniorenheim.
Ich sehe dann erst mal weiter nach Post und fülle Überweisungen für sie aus und werfe sie bei der Bank ein. Das schaffe ich grad noch :-)

Update 2:
Heute Abend war ich noch kurz bei der Nachbarin, um nach dem Rechten sehen. Leider ist weder gestern noch heute jemand gekommen, um ihr zu helfen. Keine Ahnung, was da jetzt falsch gelaufen ist. Werde morgen noch mal beim Hausarzt anrufen, was da los ist.
Dann war ich noch kurz ein paar Sachen für sie einkaufen, weil das bißchen Joghurt und Obst vom Samstag schon längst aufgegessen war. Mann, Mann.

Lasagne mit was?

15. Februar 2013

Die Meldung über Pferdefleisch in Tiefkühl-Lasagne hat mich nicht sonderlich schockiert. Zum einen, weil ich mir so etwas noch nie geholt habe und zum anderen, weil Pferdefleisch genauso hochwertig, wenn nicht sogar noch besser ist, als Rindfleisch. Allerdings war natürlich nicht klar, was für Medikamente die Pferde vielleicht bekommen hatten. Aber mal ehrlich: hätte der Verbraucher das bei den Rindern gewusst?

Das Problem liegt in meinen Augen nicht darin, dass hier Pferdefleisch verwendet wurde. Das Problem liegt darin, dass der deutsche Konsument bei Fleisch fast nur auf eines achtet: auf den Preis. Es scheint hierzulande nach wie vor nicht wirklich zu interessieren, wie die Schlachttiere gehalten werden, solange nur das Fleisch im Supermarkt billig ist.
Hier setzt der selbe Mechanismus ein, wie bei billigen Klamotten. Jedem ist klar, dass ein T-Shirt für 2 € in Billiglohnländern von Kindern genäht wurde. Und Kinderarbeit, noch dazu völlig unterbezahlt und in gesundheitsschädlicher Umgebung, findet jeder ganz furchtbar. Und trotzdem steht der brave deutsche Kunde am nächsten Tag wieder bei KIK und kauft ein.
Und genauso sieht es mit dem Fleisch aus. Immer wieder gehen furchtbare Fotos und Filme von tierquälerischer Haltung durch die Medien. Fast jeder ist betroffen und findet die Zustände unhaltbar. Trotzdem ist Deutschland bei der Umsetzung des europäischen Tierschutzes im Hintertreffen. Nach wie vor werden z.B. Ferkel ohne Betäubung kastriert und ihnen die Schwänze abgeschnitten. Bis zu 10% der Tiere sind nicht richtig betäubt, bevor sie ins heiße Wasser zum Brühen geworfen worden, damit Borsten und Haut sich leichter lösen.
Wir kritisieren in Deutschland gerne die Spanier wegen des Stierkampfes und den Umgang mit ihren Windhunden. Wir finden es furchtbar, dass in Asien Hunde und Katzen stranguliert und gegessen werden. Aber wir gehen mit unseren Schlachttieren auch nicht besser um. Und warum? Weil auf diese Weise das Fleisch billig bleibt. Alles andere wird einfach ausgeblendet.

Deshalb habe ich kein Mitleid mit denen, die eine Pferde-Lasagne erwischt haben. Wäre kein Pferdefleisch drin gewesen, wäre es eben welches von einem gequälten oder kranken Rind gewesen. Und wie jetzt grad gerne empfohlen wird, die Lasagne doch selber zu machen, das nützt auch nichts, wenn man dafür wieder irgendwo das billigste Hackfleisch aus dem Angebot kauft.

Mensch und Tier hilft hier nur eins: bewusst einkaufen und deutlich mehr Geld für die eigene Ernährung ausgeben.

Valentinstag

14. Februar 2013

Viele Singles finden es deprimierend, dass sie – mal wieder – kein Geschenk zum Valentinstag bekommen haben. Weil es an das ungewollte Singeldasein erinnert. Aber das ist schon vorher absehbar. Noch deprimierender finde ich es, wenn du in einer Beziehung bist und der lieblose Partner dir aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Geiz nicht einmal eine kleine Blume schenkt, während du auf das Gegenteil hoffst.

Eine Bahnfahrt, die ist….

14. Februar 2013

Am Sonntag bin ich zum gefühlt mindestens 100. mal von Hannover zurück nach Konstanz gefahren, tatsächlich waren es wohl eher 50 mal, und irgendwie war von Anfang an der Wurm drin.
Ich wusste, dass es knapp wird, aber zum Rennen mit dem schweren Rucksack auf dem Buckel hatte ich keine Lust, also ist mir der Bus Richtung Bahnhof direkt vor der Nase weg gefahren. Weil, eigentlich ja erfreulich, Sonntag war, musste ich 20 Minuten auf den nächsten Bus warten, aber wenigstens schien die Sonne und es war angenehm temperiert. Dafür war es dann natürlich im Bus reichlich hitzig, wie immer, wenn die Sonne durch die großen Scheiben knallt und ich hab mich wenigstens teilweise aus meinen Sachen gepellt, um nicht zu erschwitzen.
Auf die Stadtbahn, in die man umsteigen muss, weil der Anschluss des Stadtteils immer noch auf ich warten lässt, hieß es weitere 7 Minuten zu warten, statt wie geplant 2 Minuten. Zu meinem Erstaunen war ich dann doch noch 10 Minuten vor Abfahrt des ICE am Bahnhof, hab mir in Windeseile noch belegte Brötchen, Mineralwasser und eine Zeitschrift besorgt und bin damit die Treppen zum Bahnsteig hoch gesaust. Nur um dann dort zu lesen, dass der ICE 75 etwa 15 Minuten Verspätung hat, wegen verspäteter Bereitstellung, wie es später aus dem Lautsprecher hieß. Was bedeutet das eigentlich? Dass jemand verschlafen und den Zug zu spät aus der Garage geholt hat? Eigenartiger Weise passiert das immer dann, wenn die Temperaturen um die Null Grad oder darunter liegen und ein eisiger Wind geht oder wahlweise über 30 Grad und nicht das geringste Lüftchen. Jedenfalls hatte ich deshalb kurz überlegt, mich in die DB-Lounge zu begeben und aufzuwärmen, aber das hätte sich bei 15 Minuten nicht gelohnt. Dann ging mir durch den Kopf, eventuell den 20 Minuten späteren IC zu nehmen, also nur 5 Minuten später als der verspätet ICE, weil der IC direkt bis Konstanz durchfährt, allerdings auch mehr als anderthalb Stunden später ankommt. Wobei zu bedenken ist, dass ich wegen meiner Abneigung gegen die Schwarzwaldbahn geplant hatte über Stuttgart zu fahren und dadurch ohnehin eine Stunde länger unterwegs wäre. Bevor ich das alles zu Ende durchdacht hatte, kam allerdings die Durchsage, dass der IC 80 Minuten Verspätung hat, damit hatte er sich als Alternative natürlich disqualifiziert.
Als der ICE mit pünktlicher Verspätung abfuhr dachte ich mir, es könnte klappen, weil ich in Frankfurt eigentlich 20 Minuten Umsteigezeit gehabt hätte, aber 5 Minuten im Notfall auch reichen. Weniger sollte es aber nicht sein, denn Frankfurt hat 24 Gleise und wenn man noch dazu im dicksten Gewühle unpassenderweise von einem Ende zum anderen muss und vorher noch den Zug entlang, dann reicht das nicht. Aber ich musste mich nicht schon vorher warm laufen, denn der Zugtechniker wurde ans Telefon gerufen, was natürlich immer ein Warnsignal bedeutet und tatsächlich haben wir dann in Fulda etwa 15 Minuten außerplanmäßig gehalten wegen einer technischen Störung, damit war der Anschlusszug natürlich Geschichte.
Also fing ich an neue Überlegungen anzustellen. Zuerst wollte ich in Frankfurt aussteigen und den nächsten Zug Richtung Stuttgart nehmen, hatte mich schon angezogen und meine Plünnen zusammen gepackt, aber dann kam der Hinweis, dass Reisende Richtung Stuttgart bis Mannheim im Zug bleiben und dort umsteigen könnten. Also hab ich mich zurück ins Abteil begeben, alles wieder verstaut, mich auf meinen Platz gesetzt und erst danach gesehen, dass alle Anschlusszüge nach Stuttgart Verspätung haben und mir deshalb überlegt, dass ich besser bis Karlsruhe weiter fahre und doch die Schwarzwaldbahn nehme. Nach meiner Rechnung hätte ich in Karlsruhe etwa 40 Minuten Zeit zum Umsteigen und im Coffee Fellows noch einen Tee trinken können, aber wie man schon ahnen kann, wurde nichts daraus.
Zuerst wurden in Mannheim die restlichen Plätze im Abteil von drei rundlichen Schwarzafrikanern mit Kisten, Koffern und Taschen geentert, die lautstark und ausgiebig darüber palaverten, wer sich wo hinsetzt, wo wessen Gepäck hinkommt oder ob sie vielleicht doch noch weiter gucken. Jedenfalls glaube ich das, denn ich habe kein Wort ihrer Sprache verstanden, aber es klang lustig. In dem leichten Chaos tippte mir plötzlich eine Frau auf die Schulter, die den Platz reserviert hatte, auf dem ich saß und natürlich nur bis Frankfurt reserviert hatte, also musste ich wohl oder übel raus. Ich hatte alle Mühe, meine Siebensachen in dem Gewühl aus dem Abteil zu befördern, denn nicht nur dass 4 Leute herumstanden, sondern dank Shopping in München und Hannover hatte ich zwei Taschen mehr dabei als sonst und wegen der Temperaturschwankungen neben meiner leichten Winterjacke noch eine Fleecejacke und eine Steppweste. Ach ja, und mein Sitzkissen. Da keiner irgendwohin weichen wollte blieb mir nichts anderes übrig, als alles einfach nur raus auf den Gang zu werfen, wo geschickterweise gerade ein ganzer Trupp Leute mit Riesenkoffern und Säcken durch stapfte. Das Chaos war perfekt. Irgendwann hatte ich mich und meine Sachen dann wieder sortiert und ums Eck einen günstigen Stehplatz gefunden, denn eine Platzsuche und ein erneutes Ausbreiten hätte für die von Mannheim bis Karlsruhe dauernde Fahrt von nur 20 Minuten keinen Sinn gemacht. Hätte, denn es kam die Durchsage, dass sich die Weiterfahrt wegen einer technischen Störung vorerst verzögert. Zu diesem Zeitpunkt hat mich schon nichts mehr überrascht und ich hab mir sicherheitshalber doch noch einen Sitzplatz gesucht und das war auch gut so, denn kurz danach kam die Durchsage, dass der Zug wegen einer Streckensperrung einen Umweg fährt. Das war dann der Punkt, an dem endgültig klar war, dass es mit der Teepause in Karlsruhe nichts wird und ich mir eher Sorgen machen muss, ob ich denn nun die Schwarzwaldbahn überhaupt noch erreiche. Am Ende hatte ich dann 10 Minuten zum Umsteigen, Zeit genug, um mir wenigstens noch eine Tüte Gummibärchen zu kaufen. Die Schwarzwaldbahn hat dann brav ihren Dienst getan und pünktlich in Konstanz abgeliefert, allerdings nicht ohne mir wenigstens noch meinen Lieblingsschaffner mit dem entsetzlichen Nagelpilz vorbei zu schicken.

Traumsplitter

3. Januar 2013

Kurz vor dem Aufwachen etwas träumen und Fragmente davon sind noch im Gedächtnis. Die Bilder oder die Gefühle, die dabei so intensiv waren.

Heute morgen habe ich eine Art fliegender Bäume gesehen. Sie waren wunderschön in leuchtenden Grün- und Blautönen. Ich konnte fliegen und habe sie in der Luft ausgerichtet, damit man sie besser sehen kann. Der Start war sehr mühsam und kräfteraubend, aber es hat sich gelohnt. Dann hat mich der hungrige Kater geweckt.

Ich wünsche mir für morgen früh wieder so ein Erlebnis.

Kein Jahresrückblick

30. Dezember 2012

Viele schreiben dieser Tage einen Jahresrückblick. Für 2010 habe ich das auch getan, 2011 war es eher ein Ausblick. Und so werde ich es auch diesmal wieder halten: nur ein kurzer Blick zurück, denn der Weg ist vorne.

Auch 2012 hat mich eines wieder am meisten beschäftigt: die Krankheit meiner Schwester. In 2010 hat sie eine sehr seltene und sehr fiese Autoimmunerkrankung bekommen. Es war furchtbar zuzusehen, wie es ihr immer schlechter ging, während die Ärzte erst nicht wussten, was ihr fehlt. Am Ende konnte sie nur noch eins: hören. Ich erspare Euch die furchtbaren Details, aber mir haben sie sich eingebrannt. Sie jedenfalls hat gekämpft und die allerschlimmsten Zeiten sind vorbei. Sie ist weiter gekommen, als die Neurologen es je für möglich gehalten haben. Und ich habe es hinbekommen, dass sie nach zwei Jahren Krankenhaus und Pflegeheim seit Juni wieder in ihrer eigenen Wohnung ist. Fragt nicht, was ich alles angestellt habe, um die Wohnung so lange zu halten, die Einrichtung der Wohnung für sie als Pflegefall, die Suche nach einer geeigneten Pflegerin, die bei ihr wohnt, sie einzuarbeiten und nicht zuletzt die Finanzierung der ganzen Sache, die erst seit kurzem gesichert ist.
Ich hab in den letzten zweieinhalb Jahren unglaublich viel Zeit und Energie investiert (im Schnitt bin ich alle zwei Wochen nach Hannover gefahren um mich zu kümmern und Dinge zu regeln) und hatte keine Zeit für meine eigene Gesundheit, meine Arbeit und mein Leben. Auch deshalb macht mir der eine oder andere Kollege (besonders No.3) so zu schaffen. Ich hab einfach keinen Nerv und keine Reserven, mich mit deren Problemen zu befassen. Neben dem Kampf mit Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Sozialamt war ich damit beschäftigt, meine Arbeitsrückstände wieder aufzuholen und mich neuen Schwerpunkten zu widmen. Die Weichen dafür habe ich bereits gestellt und dort will ich weiter investieren.
Und wenn es klappt, werde ich außerdem im Frühjahr in Zürich einen Vortrag vor internationalem Publikum halten und im Herbst ein bisschen Dozentin spielen. Darauf freue ich mich schon :-)
Mein Privatleben lag natürlich auch ziemlich brach. Keine Zeit und Energie für Freundschaften, Liebschaften oder anderen Freizeitaktivitäten (außer dem einen oder anderen Barcamp ;-) ). Aber so langsam habe ich das Gefühl, dass ich mein Leben wieder zurück habe. Ein bißchen Zeit zur Erholung brauche ich noch. Doch dann werde ich wieder ausgehen, mit meinen Nachbarn feiern, mit meinen Katzen spielen, flirten, meinen Traummann suchen, die Umgebung um den Bodensee erkunden, in’s Strandbad gehen, meine liebsten Twitterer besuchen, meine Wohnung umgestalten, mal wieder das Technorama besuchen, mit dem ICE nach Genua fahren, küssen….
Meine 88-jährige Katzensitterin ist allerdings immer noch im Krankenhaus und es ist nicht sicher, ob sie zurück in ihre Wohnung kommt. Da werde ich wohl erst mal neu organisieren müssen. Aber ich bin ja inzwischen Spezialistin.

2013, ich komme.

Umreserviert

17. Dezember 2012

Heute fahre ich von Hannover nach München. Weil stündlich ein ICE direkt fährt und mein Termin erst morgen früh ist, hatte ich mir keine genaue Zeit vorgenommen und auch noch keine Fahrkarte. Einfach gegen Mittag zum Bahnhof, vielleicht noch was essen, vielleicht auch gleich in den Zug springen und Touch&Travel nutzen. Als ich ankam, hätte ich noch etwa 15 Minuten bis zur nächsten Verbindung gehabt. Dann las ich, dass der Zug etwa 20 Minuten Verspätung hat. Dshalb habe ich mir gemütlich was zu essen gekauft und dann am Automaten eine Fahrkarte rausgelassen. Sicherheitshalber doch mit Reservierung. Die Idee war wohl auch gar nicht so falsch, denn meine bevorzugte Platzwahl – Großraum, Gang, Handybereich – gab es dieser Kombination schon nicht mehr. Ich habe dann dem Platz am Gang den Vorzug gegenüber dem Handybereich gegeben. Netz hat man ja zwischendurch trotzdem ab und zu.
Dann stand ich oben am Gleis und musste lesen, dass nur einer von zwei Zugteilen fährt. Natürlich nicht der Teil, in dem meine Reservierung war. Was auch sonst. Ich hab überlegt, mir die doch recht beachtliche wartende Menge angesehen und dann beschlossen, lieber den nächsten Zug zu nehmen. Und neu zu reservieren. Als ich im Reisezentrum war, kam mir die Idee, das doch am Comfort-Schalter machen zu lassen. Und das hat prima geklappt. Meine alte Reservierung wurde direkt storniert (ich sah mich ja schon wieder ein Fahrgastrechtformular ausfüllen) und ich bekam eine neue. Ich bin halbwegs zufrieden von dannen gezogen und hab es mir erst einmal in der DB-Lounge gemütlich gemacht. Erst jetzt hab jch gesehen, dass ich wieder eine Reservierung ohne Handybereich hab. Und viel schlimmer: einen Fensterplatz :-(
Sie hat mich nicht gefragt und ich bin davon ausgegangen, sie übernimmt meine Wünsche. Blöd. Aber jetzt tausche ich nicht mehr um. Für viereinhalb Stunden wird es gehen. Und mit etwas Glück habe ich ja keinen Sitznachbarn. Oder der Gangplatz ist grad frei.

Update: Es war zudem noch Abteil. Also das, was ich am allerfurchtbarsten finde. Aber ich habe meinen Wunschplatz noch gefunden :-)

Welcher Fotodienst für Twitter?

9. Dezember 2012

Ich nutze Posterous schon recht lange, um damit Fotos zu Twitter hoch zu laden. Nachdem es schon vor vielen Monaten hieß, dass Posterous von Twitter gekauft wurde, hatte ich die Hoffnung, dass in Zukunft die Fotos in der Vorschau erscheinen. War aber wohl nichts. Und nachdem Posterous irgendwann mal – wie leider sehr viele Dienste – zu völliger Undurchschaubarkeit aufgerüstet hat, gefällt mir der Dienst  nicht mehr so recht.
Also Twitpic nutzen? Soweit ich weiß, trete ich dort jedoch die Rechte an meinen Fotos ab. Allerdings könnte das inzwischen bei Posterous auch der Fall sein.
Meinen Instagram-Account wiederum hatte ich ja vor längerer Zeit gelöscht, als der Dienst von Facebook gekauft wurde. Weil wohl bei Facebook hochgeladen Fotos in das Eigentum von Facebook übergehen und ich sicher war, dass das bei Instagram dann auch bald so ist.

Irgendwie alles reichlich unübersichtlich. Also bei welchem Dienst werden die Fotos bei Twitter in der Vorschau angezeigt und ich behalte meine Rechte?

Update: Lese gerade, dass Instagram über Twitter nicht mehr funktioniert? Hat sich ja dann schon mal erledigt.


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